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Revamp: The Songs Of Elton John & Bernie Taupin

Bevor sich Elton John ab dem kommenden Jahr auf seine vorläufig letzte ausgedehnte Welttournee begibt, beginnen schon die Lobgesänge der nachgekommenen Musikergenerationen auf den großen schillernden Sänger und Pianisten. Auf dem Tribute-Album ''Revamp: Reimagining The Songs Of Elton John & Bernie Taupin'' versammeln sich hochkarätige Stars, um dem Pop-Exzentriker und Mode-Narren Elton John zu huldigen. Ebenso turbulent und bunt, wie das Leben des inzwischen 71-jährigen Reginald Kenneth Dwight (Elton Johns bürgerlicher Name) bisher gewesen ist, gestalten sich die Interpretationen auf „Revamp“. Rock, Hip-Hop, R'n'B und Pop-Balladen befüllen die Playlist mit bekanntem Songmaterial insbesondere aus den 70er- und 80er-Jahren, als John höchst erfolgreich mit Texter Bernie Taupin zusammenarbeitete. Los geht's mit dem Meister selbst, der zum Einstand den einst elegant gefederten Piano-Pop von ''Bennie And The Jets'' gemeinsam mit Pink and Rapper Logic zu einem schlurfenden Tiefbass-Strudel umformt, der vor allem die goldenen Regeln heutiger Laptop-Produktionen befolgt: Laut muss es sein bei gleichzeitig anhaltendem Effekthagel. Wesentlich beherzter geht es im nachfolgenden Stück ''We All Fall In Love Sometimes'' aus Johns Captain-Fantastic-Ära zu. Coldplay orientieren sich an der majestätischen Eleganz des Vorbilds und setzen auf pure Emotion. Auch die junge Kanadierin Alessia Cara kann beim Meisterstück ''I Guess That's Why They Call It the Blues'' nicht viel falsch machen. Die Killermelodie swingt angenehm auf ihrem leicht rauchigen Timbre, und das Gitarrensolo scheppert brav neben den Chören. Das durch zwei große Tribute (Marylin Monroe und Prinzessin Diana) buchstäblich zu Tode genudelte und daher eher schwer zu covernde „Candle In The Wind“ bearbeitet Ed Sheeran souverän, indem er sich in seiner bewährten Teddybär-Art mit Billigklampfe und Steel-Guitar durch den Song kumpelt. Einer der wenigen echten Höhepunkte auf ''Revamp'' ist indes ''Tiny Dancer'', ein Jahrhundert-Track, den die immer noch unfassbar talentierte Florence Welch (Florence And The Machine) großartig neu interpretiert. Es ist die einzige Darbietung auf dem Album, die dem Original fast ebenbürtig ist. ''Someone Saved My Life Tonight'' von Mumford & Sons oder von Mary J. Blige in ''Sorry Seems To Be the Hardest Word'' sind auch auf dem album zu fenden. Wenn vielleicht nochmal irgendwo eine Träne rollt, dann eher bei Sam Smith, der sich ordentlich an ''Daniel'' abarbeitet. Zu guter Letzt bleiben die Queens of the Stone Age erstaunlich nahe am Originalton von ''Goodbye Yellow Brick Road'' und beenden melacholisch den Cover-Reigen.

Tracklist / Info

1. "Bennie And The Jets" / Elton John, P!nk and Logic
2. "We All Fall In Love Sometimes" / Coldplay
3. "I Guess That’s Why They Call It The Blues" / Alessia Cara
4. "Candle In The Wind" (2018 Version) / Ed Sheeran
5. "Tiny Dancer" / Florence +The Machine
6. "Someone Saved My Life Tonight" / Mumford & Sons
7. "Sorry Seems To Be The Hardest Word" / Mary J. Blige
8. "Don’t Go Breaking My Heart" / Q-Tip featuring Demi Lovato
9. "Mona Lisas and Mad Hatters" / The Killers
10. "Daniel" / Sam Smith
11. "Don’t Let The Sun Go Down On Me" / Miley Cyrus
12. "Your Song" / Lady Gaga
13. "Goodbye Yellow Brick Road" / Queens of the Stone Age

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